Über uns|Publikationen|Klosterbetriebe|Online-Shop|Alter Schott|Förderverein|Links|Kontakt
Mitglied werden und Spenden
0
Der Vorstand
0
Aktuelles
0
0Klausurmauer 2010
0Das neue Faltblatt
0
geförderte Projekte
0
Historisches
0
Kreuzweg
0
Aktuelle Bilder der Abtei Mariawald
0
Sanierung der Klostermauer

0
0
Die Abtei Mariawald als das einzige Trappisten-Kloster für Männer in Deutschland gehört zur Stadt Heimbach und liegt in ca. 400 m Höhe auf dem Bergrücken des Kermeters. Mariawald hat als Ort ursprünglicher zisterziensicher Spiritualität heute auch eine große Bedeutung als touristisches Ziel für die Stadt Heimbach und die gesamte Nordeifel. Die Klostergründung geht auf das Jahr 1486 zurück. Im September 2009 feierte Mariawald die 100-Jahr-Feier der Erhebung des Priorats zur Abtei.

Das Abteigelände liegt inmitten des Nationalparks Eifel und ist heute mit seinen Parkplätzen und der Gastronomie für viele Besucher der Rureifel, der Stadt Heimbach und des Nationalparks erstes Anlaufziel. Die historische Bedeutung der Abtei Mariawald (u.a. als Wallfahrtsziel) wird insbesondere in jüngerer Zeit auch als Gegenpol zur ehemaligen „NS-Ordensburg“ Vogelsang gesehen, die ebenfalls im Nationalpark Eifel liegt. Das Kloster ist in seiner Gesamtheit anerkanntes Baudenkmal.

Die Klostermauer der Abtei Mariawald grenzt das eigentliche Klausurgelände der Abtei mit einer Gesamtlänge von rund 700 m vom umliegenden Grünland ab, trägt so wesentlich zum Erscheinungsbild der Abtei bei und prägt das gesamte Landschaftsbild dieses Kermeterbereichs mit. Sie besteht zum größten Teil aus Natursteinmauerwerk. Auf der westlichen Seite sind 7 Kreuzwegstationen in die Mauer integriert, die damit den Abschluss des von Heimbach aus geführten Kreuzweges mit weiteren 7 Stationen bilden. Auf der östlichen Seite ist die Mauer durch ein altes Wirtschaftstor unterbrochen, das mit zur ältesten Bausubstanz des Klosters gehört. Auch befindet sich dort das neue Ökonomietor mit dem ehemaligen Pförtnergebäude. Die Mauer ist im wesentlichen, insbesondere was die historische Bausubstanz angeht, aus Bruchstein gemauert, an der nördlichen Straßenseite wurde die alte Klostermauer in der Nachkriegszeit durch eine verputzte Bimssteinmauer ergänzt. Die Natursteinmauer ist zum kleineren Teil verputzt und weiß gestrichen. (insbesondere Kirchenseite, Wirtschaftspforte), auf der westlichen Seite (Kreuzweg, Wetterseite) ist sie von beiden Seiten als Natursteinmauer belassen.

Die Mauer ist auf ihrer gesamten Länge von beiden Seiten renovierungsbedürftig. Ihre Substanz wird in einigen Bereichen als äußerst mangelhaft beurteilt, in Teilbereichen besteht sogar in absehbarer Zukunft die Gefahr des Einsturzes. Der Handlungsbedarf ist auch deswegen dringlich, da zu erwarten ist, dass die Schäden durch weiteren Substanzverlust in den kommenden Jahren überproportional zunehmen werden.

Die gemeinsame Planung mit den Denkmalschutzbehörden sieht neben der Reparatur der Kreuzwegstationen für den Bereich der Bruchsteinmauer im Wesentlichen vor: Entfernung älterer Außenputzschichten, Austausch brüchiger Natursteine, Erneuerung der schadhaften Verfugungen, einzelne Bereiche (rd. 25 cbm) neu aufmauern, mit Schlämmputz und einem deckenden Anstrich versehen. Hierzu bedarf es eines erfahrenen Fachbetriebes. Der Bereich der Bimssteinmauer kann von der Abtei Zug um Zug durch Eigenleistung instand gesetzt werden.

Die wirtschaftliche Situation der Abtei Mariawald ist schwierig, ausreichende Reserven für die gesamten Sanierungsmaßnahmen „en bloc“ stehen nicht zur Verfügung. Deshalb plant die Abtei die Sanierung der Klostermauer und der Kreuzwegstationen in vier Teilabschnitten, je nach finanziellen Möglichkeiten. Der gesamte Projektumfang war Gegenstand einer Ausschreibung, die die Architekten u. Statiker Ehel. Knoblauch, Monschau, im Jan. 2009 im Auftrag der Abtei durchgeführt haben. Daran hatten sich 5 Unternehmen aus der Region beteiligt. Den Zuschlag erhielt schließlich die Fa. Klösgen & Proenen, Kreuzau.

Dank der Unterstützung des Landes NRW mit Mitteln aus dem Dorferneuerungsprogramm und der Denkmalpflege, aber vor allem dank der tatkräftigen Unterstützung vieler engagierter Bürger aus Heimbach und den umliegenden Gemeinden konnte bereits mehr als geplant erreicht werden. Nach dem ersten Bauabschnitt stehen die sichtbaren Teile der Klostermauer entlang der L249 mit ihrem mittelalterlichen Ökonomietor wieder saniert und im strahlenden Weiß da.
0