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Pferdezucht in Mariawald
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Nina
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Über die Pferdezucht des Bruder Jordan in Mariawald schrieb Heinz Dorsel den am 28. Juli 2001 in der Kölnischen Rundschau veröffentlichten Artikel "Die Olympia-Champs des Bruder Jordan - Auch Ludger Beerbaum ritt Rassepferd aus Zucht des Klosters“

Wer an trockenen Tagen Glück hat, sieht sie friedlich grasend auf der Weide vor dem Kloster Mariawald: edle Warmblüter aus der Pferdezucht der Abtei im Kermeter. Zurzeit ist auch wieder Nachwuchs zu bewundern, denn Stute „Nina“, neun Jahre alt, betreut noch ihr inzwischen sechstes Fohlen, die klassisch-schön gebaute „La Gracia“, geboren am 12. Juni und etwas zu früh, wie Bruder Jordan, ein echter Pferdenarr, dazu bemerkt. Bruder Jordan, Jahrgang 1923, ist zwar mit Leib und Seele Schreiner mit eigener Werkstatt in der Klosteranlage, doch die Rassepferde sind ihm besonders ans Herz gewachsen.
Große Namen in der Pferdezucht wie „Ratina Z“ und „Co-Pilot“ sind mit der Mariawalder Zucht eng verbunden. Kein Geringerer als Springchampion Ludger Beerbaum saß bei der Olympiade in Atlanta im Sattel von „Ratina Z“, einem Mariawalder Zuchterfolg.
Das Kloster Mariawald besteht seit 1486 und verdankt seine Entstehung der Marienwallfahrt im Kermeter. Hier hatte nach der Überlieferung der Strohdachdecker Henrich der Fluitter aus Heimbach um 1475 eine Pieta aufgestellt. Später übernahmen die Zisterzienser aus Bottenbroich bei Bergheim die Gnadenkapelle im Kermeter. Bottenbroich ist das Mutterhaus des Klosters Mariawald. Nach der Zerstörung der Zisterzienseransiedlung und Auflösung von Mariawald kaufte um 1860 der Abt des Trappistenklosters Oelenberg im Elsaß den Mariawalder Besitz. So entstand die Trappistenabtei Mariawald, heute die einzige in Deutschland.
Gemäß der benediktinischen Regel des „Ora et labora“ verstanden sich die Mönche immer als Ackerbauern und Viehzüchter. Die riesigen Weideflächen des Klosters garantierten früher eine ausreichende Vieh- und Milchwirtschaft. Heute sind es nur noch 20 Mastrinder, die neben den Einkünften aus der Herstellung und Verkauf der sehr geschätzten Erbsensuppe und des Mariawalder Klosterlikörs im Fleischverkauf ein weiters Standbein für den Lebensunterhalt der noch verbliebenen 17 Mönche bilden.
Kosten verursachen natürlich auch die Pflege und Instandhaltung der Kirche und anderer, zum Teil denkmalgeschützter Gebäude und des Inventars. Seit 1995 existiert außerdem ein „Verein der Freunde und Förderer der Abtei Mariawald“, der das Kloster finanziell unterstützt.
Trotz dieser profanen Dinge bleibt Mariawald immer ein Ort der Stille, der Ruhe und des Gebets.

Bereits 17 Jahre zuvor, am 21. September 1984, war ebenfalls ein Artikel in der Kölnischen Rundschau erschienen:
„Über Klosterlikör-Vertrieb kam Bruder Jordan zur Pferdezucht“
Mariawald. Trappistenbruder Jordan schwärmt: „Sehen Sie das herrlich ausgeprägte Fundament, das trockene Sprunggelenk, die Haltung, alles ist an dem Stutfohlen in bester Portionierung. Nur die Ohren sind sechs Millimeter zu lang.“
Erst zwei Monate ist das Stutfohlen „Riga“ alt. Kaufinteressenten geben sich die Klosterpforte die Hand.
„Solange ich lebe, wird das Fohlen nicht verkauft“, sagt Bruder Jordan.
Schließlich stammt das Fohlen aus bestem Hause, nämlich von Deckhengst „Ramiro“, der für 1,5 Millionen DM von Fritz Ligges nach Holland verkauft wurde. Vater und Mutter des Fohlens „Riga“ sind Enkel des Hengstes „Ramiro“. Bruder Jordan hat die in Züchterkreisen erlaubte Inzucht gewagt und Erfolg gehabt. Das Fohlen hat beste Anlagen. Bruder Jordan will weiter züchten und hofft auf neue Erfolge von Ligges auf „Ramiro“-Sohn „Ramses“, der mit der Mariawalder Zuchtreihe eng verwandt ist. Erfolge von Ligges werten automatisch auch den Wert von „Riga“ auf. Ligges erreichte in Los Angeles nur Bronze. Bruder Jordan kam 1977 bei einer Auslieferungstour mit Likören in Westfalen zu den Reitpferden. Der gelernte Schreiner mußte nur noch Vater Abt überzeugen. Inzwischen hat er schon mehrere Reitpferde verkaufen können.