Über uns|Publikationen|Klosterbetriebe|Online-Shop|Alter Schott|Förderverein|Links|Kontakt
Mitglied werden und Spenden
0
Der Vorstand
0
Aktuelles
0
geförderte Projekte
0
Historisches
0
Kreuzweg
0
0Station 1
0Station 2
0Station 3
0Station 4
0Station 5
0Station 6
0Station 7
0Station 8
0Station 9
0Station 10
0Station 11
0Station 12
0Station 13
0Station 14
0
Aktuelle Bilder der Abtei Mariawald
0
IX. STATION
Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz
Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich,
denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.
Was kann uns der dritte Fall Jesu unter dem Kreuz
sagen?
Wir haben an den Sturz des Menschen insgesamt
gedacht,
an den Abfall so vieler von Christus
in einen gottlosen Säkularismus hinein.
Müssen wir nicht auch daran denken,
wie viel Christus in seiner Kirche selbst erleiden muß?
Wie oft wird das heilige Sakrament seiner Gegenwart
mißbraucht,
in welche Leere und Bosheit des Herzens
tritt er da oft hinein?
Wie oft feiern wir nur uns selbst
und nehmen ihn gar nicht wahr?
Wie oft wird sein Wort verdreht und mißbraucht?
Wie wenig Glaube ist in so vielen Theorien,
wie viel leeres Gerede gibt es?
Wie viel Schmutz gibt es in der Kirche
und gerade auch unter denen,
die im Priestertum ihm ganz zugehören sollten?
Wie viel Hochmut und Selbstherrlichkeit?
Wie wenig achten wir das Sakrament der Versöhnung,
in dem er uns erwartet,
um uns von unserem Fall aufzurichten?
All das ist in seiner Passion gegenwärtig.
Der Verrat der Jünger,
der unwürdige Empfang seines Leibes und Blutes,
muß doch der tiefste Schmerz des Erlösers sein,
der ihn mitten ins Herz trifft.
Wir können nur aus tiefster Seele zu ihm rufen:
Kyrie, eleison – Herr, rette uns (vgl. Mt 8,25).

Herr, oft erscheint uns deine Kirche wie ein sinkendes Boot,
das schon voll Wasser gelaufen
und ganz und gar leck ist.
Und auf deinem Ackerfeld
sehen wir mehr Unkraut als Weizen.
Das verschmutzte Gewand und Gesicht deiner Kirche
erschüttert uns.
Aber wir selber sind es doch, die sie verschmutzen.
Wir selber verraten dich immer wieder
nach allen großen Worten und Gebärden.
Erbarme dich deiner Kirche:
Auch mitten in ihr fällt Adam immer wieder.
Wir ziehen dich mit unserem Fall zu Boden,
und Satan lacht, weil er hofft,
daß du von diesem Fall nicht wieder aufstehen kannst,
daß du in den Fall deiner Kirche hineingezogen
selber als Besiegter am Boden bleibst.
Und doch wirst du auferstehen.
Du bist aufgestanden – auferstanden
und du kannst auch uns wieder aufrichten.
Heile und heilige deine Kirche.
Heile und heilige uns.

Gib, o Mutter, Born der Liebe,
daß ich mich mit dir betrübe,
daß ich fühl die Schmerzen dein.