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Abt Franziskus de Place
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Abt Franziskus (François) de Place, 7. Abt von Mariawald am Tag seiner Abtweihe
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Francois (Franziskus) de Place wurde 1944 in Libourne geboren und trat nach zehnjähriger Dienstzeit als Offizier 1974 in die Abtei Sept-Fons in Mittelfrankreich ein, wo er nach dem Theologiestudium bald Novizenmeister wurde. Seit 1982 gehörte er zur Redaktion der ordenseigenen Zeitschrift „Citeaux“. Von 1989 bis 1992 war er Novizenmeister in der Abtei Port-du-Salut.

Im November 1992 wurde Francois de Place als Superior eingesetzt. Die Mönche der Abtei wählten den Superior anschließend zum neuen Abt. Trotz abgeschlossener Ausbildung hatte Bruder Franziskus aber noch keine höheren Weihen empfangen. Da die Priesterweihe für einen Abt notwendig ist, empfing er am Pfingstmontag 1993 in der französischen Abtei Sept-Fons die Diakonenweihe. Am 2. Juli 1993 wurde er von Weihbischof Karl Reger in Vertretung für den erkrankten Bischof Dr. Klaus Hemmerle zum Priester und Abt geweiht.

Als die Mönche den 48jährigen zu ihrem neuen Abt wählten, wußten sie, auf wen sie sich einließen. Bruder Franziskus hatte im Alter von 31 Jahren den Offizierstock gegen die Mönchskutte eingetauscht. Ein Spätberufener also, der nach dem Abitur zunächst zur Offiziersschule ging und in der französischen Armee diente, zuletzt als Kompaniechef in Clermond-Ferrand. Bis auf den letzten Platz war die kleine Klosterkirche an diesem denkwürdigen Tag der Abtsweihe besetzt. Rund 70 Mönche und Geistliche, dazu leitende Ordensleute und Gäste aus ganz Europa waren gekommen, um zunächst bei der Priesterweihe dabei zu sein, die der Aachener Weihbischof Karl Reger dem Kandidaten spendete.

Erst zu Pfingsten hat er als Bruder Franziskus die Diakonweihe empfangen, eine notwendige Voraussetzung um im Festgottesdienst Priesterweihe und anschließend die Abtweihe zu erhalten. Als Wahlspruch wählte der neue Abt das Wort „In fide robur – im Glauben Kraft“.

Er hatte sie nötig, um in den stürmischen Zeiten seiner Amtsperiode ein Glaubenszeichen zu setzen, denn auch vor den Mauern eines kontemplativen Klosters machten die Kirchenkrise und die Unruhe der Zeit nicht halt.

„Das radikale Zeugnis für Gott, das ein Trappist zu leben versucht, ist ein Dienst an der Menschheit“ mahnte Bischof Reger in der Weihepredigt. „Mönche schärfen den Blick für die verborgene Anwesenheit Gottes in der Welt.“

Und der Abt? „Es war eine Fügung Gottes, Priesterweihe und Abtsweihe am gleichen Tag, am Fest Mariä Heimsuchung, zu erhalten. Der Abt hat der Einheit im Kloster zu dienen. Eine Klostergemeinschaft ist so glaubwürdig, wie die Mönche miteinander umgehen. Vor allem gilt die Sorge des Abtes der Treue zu den Gelübden.

Die Zitate sind der Kirchenzeitung für das Bistum Köln entnommen. Dort heißt es weiter: "Arm und anspruchslos"
Die Abtsweihe ist kein Sakrament. Im feierlichen Gottesdienst überreichte Bischof Reger dem neuen Abt, Bruder Franziskus, die Ordensregel, Siegelring sowie Mitra und den Stab. Ohne Gold- und Silberschmuck erinnert der einfache Holzstab an den Stecken eines Hirten, der einer Gemeinschaft vorsteht, die unübersehbar um des Evangeliums willen arm, gestreng und anspruchslos leben will. So trefflich, wie durch Bruder Robert die lateinischen Gesänge zur Abtweihe einstudiert waren, so herzlich war anschließend vom Gastpater ein Treffen vorbereitet, um dem neuen Abt Glückwünsche und Grüße zu sagen. Und siehe da: La Trappe und die Seinen können lächeln. Ein Lächeln wohlwollender Heiterkeit, das höchst vorteilhaft die sonst üblichen Banalitäten ersetzt.

Bernd Kehren schrieb für die Kölnische Rundschau:
Von rund 70 Mönchen und Geistlichen wurde Bruder Franziskus in die Kirche geleitet, wo um 15 Uhr der Weihgottesdienst begann. Für Weihbischof Karl Reger war es ein „froher Anlaß“. Bruder Franziskus habe sich bereit erklärt, dem Ruf des Herrn zu folgen und die Aufgaben als Abt zu übernehmen. Die Glaubensstärke Mariens sei Beispiel für Francois de Place. Der Glaube als Weg des Lebens möge ihm die Kraft geben, durch ein klösterliches Leben in Stille und Gebet die Menschen auf den „verborgenen Lebensreichtum“ Gottes hinzuweisen. Jetzt sei es Aufgabe des neuen Abtes, diesen Lebensreichtum auch durch sein Priesteramt zu vermitteln. Zeugnis davon abzuleben, daß der Glaube Kraft gibt, sei gerade in der heutigen Zeit wichtig. Weihbischof Reger: „Die Folge des Glaubenschwundes wirkt sich schädigend auf das Leben der Menschen aus.“ Nach dem Gottesdienst erhielt Bruder Franziskus aus den Händen des Weihbischofs den Siegelring, Mitra und Hirtenstab.

Franziskus blieb sechs Jahre Abt in Mariawald.
Seit 2003 ist er Klostervorsteher der Abtei Mariastern (Bosnien) als Apostolischer Administrator. Diese Abtei wurde Mitte der siebziger Jahre zur Pfarrei und ist deshalb eine Ausnahme im streng kontemplativen Trappistenorden.

Der Konvent der Abtei Mariastern war bis 1910 auf 210 Mönche angewachsen. Die nach dem Ersten Weltkrieg 1919 ausgewiesenen deutschen Mönche siedelten sich in Himmerod an, die 1944 mit ihrem Abt Bonaventura Diamant († 7. Mai 1957) vertriebenen deutschstämmigen Konventsmitglieder in Engelszell. Unter der kommunistischen Herrschaft wurden 1946 die Ländereien des Klosters weitgehend enteignet, die Konventstärke ging bis auf ca. 25 (1960) zurück. Der Bosnienkrieg 1992 bis 1995 brachte den nur noch aus zwei Mönchen bestehenden Konvent an den Rand des Untergangs. (zitiert nach www.orden-online.de)
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