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IV. STATION
Jesus begegnet seiner Mutter
Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich,
denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.
Am Kreuzweg Jesu steht Maria, seine Mutter.
Während des öffentlichen Lebens
hatte sie zurücktreten müssen,
um dem Werden der neuen Familie Jesu,
der Familie seiner Jünger, Raum zu geben.
Sie hatte die Worte hören müssen:
„Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? …
Wer den Willen meines himmlischen Vaters erfüllt,
der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter“
(Mt 12,48-50).
Nun zeigt sich, daß sie nicht nur dem Leibe nach,
sondern dem Herzen nach Mutter Jesu ist.
Noch ehe sie ihn im Leib empfing,
hatte sie ihn durch ihren Gehorsam im Herzen
empfangen.
Ihr war gesagt worden: „Du wirst ein Kind empfangen,
einen Sohn wirst du gebären … Er wird groß sein …
Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David
geben“ (Lk 1,31 f).
Aber sie hatte wenig später aus dem Mund des greisen
Simeon auch das andere Wort gehört: „Dir wird ein
Schwert durch die Seele dringen“ (Lk 2,35).
Und dabei mögen ihr Worte aus den Propheten
ins Bewußtsein getreten sein wie dieses:
„Er wurde mißhandelt und niedergetreten …
Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt …,
so tat auch er seinen Mund nicht auf“ (Jes 53,7).
Nun war dies alles da.
In ihrem Herzen wird sie immer wieder
auf das Wort gelauscht haben,
das ihr der Engel ganz am Anfang gesagt hatte:
„Fürchte dich nicht, Maria“ (Lk 1,30).
Die Jünger sind geflohen, sie flüchtet nicht.
Sie steht da mit dem Mut der Mutter,
mit der Treue der Mutter, mit der Güte der Mutter
und mit ihrem Glauben,
der in den Finsternissen widersteht:
„Selig, die du geglaubt hast“ (Lk 1,45).
„Wird der Menschensohn, wenn er kommt,
auf der Erde Glauben vorfinden? (Lk 18,8).
Ja, in diesem Augenblick weiß er es: Er findet Glauben.
Das ist in dieser Stunde sein großer Trost.

Heilige Maria, Mutter des Herrn,
du bist treu geblieben, als die Jünger flohen.
Wie du geglaubt hast,
als der Engel dir das Unglaubliche verkündigte,
Mutter des Allerhöchsten zu werden,
so hast du geglaubt
in der Stunde seiner tiefsten Erniedrigung.
So bist du in der Stunde des Kreuzes,
in der Stunde der dunkelsten Weltennacht
Mutter der Glaubenden, Mutter der Kirche geworden.
Wir bitten dich:
Lehre uns glauben und hilf uns,
daß der Glaube zum Mut des Dienens
und zur Tat der helfenden und mit-leidenden Liebe
werde.

Angst und Trauer, Qual und Bangen,
alles Leid hielt sie umfangen,
das nur je ein Herz durchdrang.