Über uns|Klosterbetriebe|Online-Shop|Schott-Messbuch|Förderverein|Links|Kontakt||Datenschutz|Impressum
Mitglied werden und Spenden
0
Der Vorstand
0
Aktuelles
0
geförderte Projekte
0
Historisches
0
Kreuzweg
0
0Station 1
0Station 2
0Station 3
0Station 4
0Station 5
0Station 6
0Station 7
0Station 8
0Station 9
0Station 10
0Station 11
0Station 12
0Station 13
0Station 14
0
Aktuelle Bilder der Abtei Mariawald
0
V. STATION
Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen
Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich,
denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.
Simon von Cyrene hat seine Arbeit getan,
er ist auf dem Weg nach Hause
und begegnet dem traurigen Zug der Verurteilten -
für ihn wohl ein gewohnter Anblick.
Die Soldaten machen von ihrem Recht
der Zwangsverpflichtung Gebrauch
und legen dem rüstigen Landmann das Kreuz auf.
Welcher Widerspruch muß sich in ihm geregt haben,
daß er plötzlich mit in das Schicksal von Verurteilten
verwickelt wurde!
Er tut, was er muß, widerstrebend gewiß.
Aber Markus nennt mit ihm die Namen seiner Söhne,
die den Lesern offensichtlich als Christen
und Mitglieder ihrer Gemeinschaft
bekannt waren (Mk 15,21).
Aus der unfreiwilligen Begegnung ist Glaube geworden.
Der Cyrenäer hat im Mitgehen und Mittragen erkannt,
daß es Gnade war, mit diesem Gekreuzigten zu gehen
und ihm beizustehen.
Das Geheimnis des leidenden und schweigenden Jesus
hat ihn ins Herz getroffen.
Jesus, dessen göttliche Liebe allein
die ganze Menschheit erlösen konnte und kann,
will doch, daß wir sein Kreuz mittragen,
um voll zu machen, was an seinen Leiden noch fehlt
(Kol 1,24).
Sooft wir einem Leidenden, einem Verfolgten
und Ohnmächtigen in Güte begegnen und ihm sein Leid
zu tragen helfen,
sooft tragen wir Jesu eigenes Kreuz mit.
So empfangen wir Heil
und dürfen selbst zum Heil der Welt beitragen.

Herr,
du hast Simon von Cyrene
die Augen und das Herz geöffnet,
ihm im Mittragen des Kreuzes
die Gnade des Glaubens geschenkt.
Hilf uns,
dem leidenden Nächsten beizustehen,
auch wenn der Ruf dazu
unseren Plänen und Sympathien widerspricht.
Schenke uns zu erkennen, daß es Gnade ist,
das Kreuz des anderen mittragen zu dürfen
und zu erfahren,
daß wir dabei mit dir selbst auf dem Weg sind.
Gib uns, froh zu werden,
daß wir im Mitleiden mit dir
und mit den Nöten dieser Welt
Diener des Heils werden,
helfen dürfen im Aufbau deines Leibes, der Kirche.

Wer könnt ohne Tränen sehen
Christi Mutter also stehen
in so tiefen Jammers Not.