Über uns|Klosterbetriebe|Online-Shop|Schott-Messbuch|Förderverein|Links|Kontakt||Datenschutz|Impressum
Mitglied werden und Spenden
0
Der Vorstand
0
Aktuelles
0
geförderte Projekte
0
Historisches
0
Kreuzweg
0
0Station 1
0Station 2
0Station 3
0Station 4
0Station 5
0Station 6
0Station 7
0Station 8
0Station 9
0Station 10
0Station 11
0Station 12
0Station 13
0Station 14
0
Aktuelle Bilder der Abtei Mariawald
0
VII. STATION
Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz
Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich,
denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.
In der Überlieferung vom dreimaligen Fall Jesu
und der Last des Kreuzes
werden uns die Dimensionen von Adams Fall
- von unserem menschlichen Gefallensein -
und das Geheimnis von Jesu Absteigen in unsern Fall
ausgelegt.
Der Fall des Menschen nimmt in der Geschichte
immer neue Formen an.
Der heilige Johannes spricht in seinem ersten Brief
von einem dreifachen Fall des Menschen:
von der Begierde des Fleisches,
von der Begierde der Augen
und vom Prahlen mit dem Besitz.
Er deutet so auf dem Hintergrund der Laster
seiner Zeit mit ihren Exzessen und Perversionen
den Sturz des Menschen und der Menschheit.
Aber wir können auch an die späte Geschichte denken
- daran, wie die Christenheit des Glaubens müde
den Herrn verläßt: in den großen Ideologien
wie in der Banalisierung des Menschen,
die keine Ideologie mehr braucht,
sondern sich einfach gehen läßt,
ein neues, schlimmeres Heidentum baut,
Gott endgültig abschieben will und damit dabei ist,
den Menschen abzuschaffen.
Der Mensch liegt im Staube.
Der Herr trägt diese Last und fällt und fällt,
um zu uns zu kommen;
er schaut uns an,
damit das Herz in uns wieder erwacht;
er fällt, um uns aufzuheben.

Herr Jesus Christus,
du hast unsere Last getragen und trägst uns immerfort.
Unsere Last drückt dich zu Boden.
Richte du uns wieder auf,
da wir nicht aus Eigenem
vom Staub aufzustehen vermögen.
Löse den Bann der Begierden.
Gib uns statt des Herzens von Stein
wieder ein Herz von Fleisch, ein sehendes Herz.
Brich die Macht der Ideologien,
daß die Menschen ihr lügnerisches Gewebe
durchschauen.
Laß die Mauer des Materialismus
nicht unübersteiglich werden.
Laß uns dich wieder wahrnehmen.
Mache uns nüchtern und wachsam,
um den Mächten des Bösen zu widerstehen,
und hilf uns,
die innere und die äußere Not des anderen
zu erkennen, ihm beizustehen.
Richte uns auf,
damit wir andere aufrichten können.
Gib uns Hoffnung in aller Dunkelheit,
damit wir Hoffnungsträger werden für die Welt.

Ach, für seiner Brüder Schulden,
sah sie ihn die Marter dulden,
Geißeln, Dornen, Spott und Hohn!