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XI. STATION
Jesus wird ans Kreuz geschlagen
Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich,
denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.
Jesus wird ans Kreuz genagelt.
Das Grabtuch von Turin gibt uns eine Vorstellung
von der unerhörten Grausamkeit dieser Prozedur.
Den angebotenen Betäubungstrunk trinkt Jesus nicht:
Er nimmt den ganzen Schmerz der Kreuzigung
bewußt auf sich.
Sein ganzer Leib ist zerschlagen;
die Worte des Psalms sind wahr geworden:
„Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch,
der Leute Spott, vom Volk verachtet“ (Ps 22,7).
„Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt,
war er verachtet …
Aber er hat unsere Krankheit getragen
und unsere Schmerzen auf sich geladen“ (Jes 53,3 f).
Halten wir inne vor diesem Bild des Schmerzes,
vor dem leidenden Gottessohn.
Schauen wir auf ihn hin
in den Stunden der Selbstgerechtigkeit
und des Genusses,
damit wir lernen, Grenzen einzuhalten,
das Vordergründige aller bloß materiellen Güter
zu durchschauen.
Blicken wir auf ihn hin in den Augenblicken der Not
und der Anfechtung,
um zu erkennen,
daß wir gerade so Gott nahe sind.
Versuchen wir, sein Gesicht zu erkennen in denen,
die wir verachten möchten.
Vor dem angeklagten Herrn,
der seine Macht nicht gebrauchen wollte,
um von Kreuz herabzusteigen,
sondern die Not des Kreuzes
bis zum Ende durchgelitten hat,
kann uns noch ein anderer Gedanke aufsteigen.
Ignatius von Antiochia,
selbst um des Herrn willen in Ketten gelegt,
hat die Smyrnäer gelobt
wegen ihres unerschütterlichen Glaubens:
Sie seien gleichsam mit Fleisch und Blut angenagelt
am Kreuz des Herrn Jesus Christus (1,1).
Lassen wir uns annageln an ihn
und keiner Versuchung nachgeben,
uns loslösen und dem Spott zu folgen,
der uns dies einreden will.

Herr Jesus Christus,
du hast sich annageln lassen am Kreuz,
die fürchterliche Grausamkeit dieses Schmerzes,
die Zerstörung deines Leibes und seiner Würde
angenommen. Du hast dich festnageln lassen,
ohne Flucht und ohne Abstrich gelitten.
Hilf uns,
daß wir nicht fliehen vor dem,
was uns aufgetragen ist.
Hilf uns,
daß wir uns fest an dich binden lassen.
Hilf uns,
jene falsche Freiheit zu durchschauen,
die uns von dir wegtreiben will.
Hilf uns,
deine gebundene Freiheit anzunehmen
und in der festen Bindung an dich
die wahre Freiheit zu finden.

Heilige Mutter, drück´ die Wunden,
die dein Sohn am Kreuz empfunden,
tief in meine Seele ein.