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XIV. STATION
Jesus wird in das Grab gelegt
Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich,
denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.
Jesus, der Geächtete und Geschändete,
wird ehrenvoll in ein neues Grab gelegt.
Nikodemus bringt hundert Pfund einer Mischung
aus Myrrhe und Aloe,
die einen kostbaren Geruch ausströmen sollen.
Es ist nun wie bei der Salbung in Bethanien -
ein Übermaß, das uns an die verschwenderische Liebe,
an den „Überfluß“ der Liebe Gottes erinnert,
die sich in der Hingabe des Sohnes zeigt.
Gott verschwendet sich selbst.
Wenn Gottes Maß der Überfluß ist,
sollte auch uns für Gott nichts zu viel sein.
So hat es uns Jesus selbst in der Bergpredigt gelehrt
(Mt 5,20).
Aber sollten wir dabei nicht auch an das Wort
des heiligen Paulus denken,
daß Gott „durch uns
den Duft der Erkenntnis Christi … verbreitet.
Denn wir sind Christi Wohlgeruch …“ (2 Kor 2,14 f).
Im Verwesungsgeruch der Ideologien
sollte unser Glaube wieder Duft sein,
der auf die Spur des Lebens führt.
In der Stunde der Grablegung
beginnt sich aber vor allem das Wort Jesu zu erfüllen:
„Amen. Amen. ich sage euch:
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt,
bleibt es allein;
wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht“ (Joh 12,24).
Jesus ist zum gestorbenen Weizenkorn geworden.
Von dem gestorbenen Weizenkorn her
beginnt die große Brotvermehrung,
die bis zum Ende der Welt anhält:
Er ist Brot des Lebens,
das im Überfluß für alle Menschheit reicht
und ihr die Nahrung gibt,
das, wovon der Mensch in Wahrheit lebt:
das ewige Wort Gottes,
das Fleisch und so Brot geworden ist für uns
durch Kreuz und Auferstehung hindurch.
Über dem Begräbnis Jesu
leuchtet das Geheimnis der Eucharistie.

Herr Jesus Christus,
in der Grablegung hast du den Tod des Weizenkorns
auf dich genommen,
bist du zum gestorbenen Weizenkorn geworden,
das Frucht trägt durch alle Zeiten
und in die Ewigkeit hinein.
Vom Grab her leuchtet über alle Zeit hinaus
die Verheißung des Weizenkorns,
aus dem das wahre Manna kommt -
das Brot des Lebens, in dem du dich selbst gibst.
Das ewige Wort ist durch die Fleischwerdung
und den Tod hindurch das nahe Wort geworden:
Du legst dich in unsere Hände und in unser Herz,
damit dein Wort in uns wachse und Frucht bringe.
Du schenkst dich
durch den Tod des Weizenkorns hindurch,
damit auch wir wagen, unser Leben zu verlieren,
um es so zu gewinnen;
damit auch wir uns
der Verheißung des Weizenkorns anvertrauen.
Hilf uns, dein eucharistisches Geheimnis
immer mehr zu lieben und zu verehren -
wahrhaft von dir, dem Brot des Himmels zu leben.
Hilf uns, dein „Wohlgeruch“ zu werden,
die Spur deines Lebens
fühlbar zu machen in dieser Welt.
Wie das Weizenkorn aufsteht aus der Erde als Halm
und Ähre, so konntest auch du nicht im Grabe bleiben:
Das Grab ist leer, weil er - der Vater -
dich „nicht der Unterwelt preisgibt
und dein Leib die Verwesung so nicht schaut“ (Ps 16,10).
Nein, du bist nicht verwest.
Du bist auferstanden
und hast dem verwandelten Fleisch
Raum um Herzen Gottes gegeben.
Laß uns dieser Hoffnung froh werden
und sie freudig in die Welt hineintragen,
Zeugen deiner Auferstehung sein.

Jesus, wann mein Leib wird sterben,
laß dann meine Seele erben,
deines Himmels Seligkeit.
Amen.